Junge Streicher, alte Meister, großer Klang!

23 meisterhafte Geigen, Bratschen und Celli wurden beim 26. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds (23.-25.2.2018) im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg von der Deutschen Stiftung Musikleben an herausragende Nachwuchsmusiker vergeben.

55 junge Musiker im Alter von 12 bis 28 Jahren kamen aus ganz Deutschland nach Hamburg, um sich eines der Spitzeninstrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds zu erspielen oder die Frist für ein bereits entliehenes Instrument zu verlängern. Zu den begehrten Instrumenten zählen zum Teil 300 Jahre alte klangstarke Meisterinstrumente von Storioni, Testore oder Guarneri – für junge Musiker unerschwinglich, aber eine große Hilfe, um auf internationalen Bühnen bestehen zu können.

Das weiß auch Roberta Verna (19) aus der Klasse Prof. Herwig Zack. Sie konnte im letzten Jahr ihr Glück kaum fassen, als ihr die Jury eine Violine von Antonio Stradivari, Cremona 1703, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland, als Leihgabe zunächst für 1 Jahr zusprach. Nun konnte sie die Leihfrist für dieses Spitzeninstrument erfolgreich verlängern! Auch Felix Hörter (18), aus der Klasse von Prof. Klaus Lieb konnte die Jury erneut überzeugen und darf ein weiteres Jahr eine Violine von Giambattista Gabrielli, Florenz, ca. 1760, eine Treugabe aus Privatbesitz, spielen.

Das Preisträgerkonzert vor 250 geladenen Gästen, darunter zahlreiche Treugeber des Fonds aus ganz Deutschland, Freunde, Förderer und Kooperationspartner der Stiftung, wurde von Deutschlandfunk aufgezeichnet und kann am 1. Mai 2018 von 11.05 bis 13 Uhr nachgehört werden.

 
Roberta Verna                 Felix Hörter