Eignungsprüfung Klassische Perkussion

Schlagzeuger/innen (klassiche Perkussionsinstrumente) können an der Hochschule für Musik Würzburg folgende Studienabschlüsse erzielen:

  • Bachelor of Music (künstlerisch)
  • Bachelor of Music (künstlerisch-pädagogisch)
  • Master of Music in Performance
  • Master of Music in Performance and Pedagogy
  • Meisterklassen-Diplom

Inhalte der Eignungsprüfung

Bachelor of Music künstlerisch und künstlerisch pädagogisch

Gegenstände der praktischen Prüfungen sind:
· Kernfach Schlagzeug klassisch /Percussion (Prüfungsdauer ca. 20 Minuten)*
· Zweitinstrument Klavier (Prüfungsdauer ca. 6 Minuten)
· Bewerber/innen für das künstlerisch-pädagogische Studienfach legen
zusätzlich eine Prüfung in Musikpädagogik (Prüfungsdauer ca. 60 Minuten) ab
Gegenstände der schriftlichen/mündlichen Prüfungen sind:
· Musiktheorie schriftlich(Prüfungsdauer 120 Minuten)
(Gehörbildung / Allgemeine Musiklehre / Tonsatz)
· Musiktheorie mündlich (Prüfungsdauer ca. 10 Minuten),
sofern die schriftliche Prüfung nicht bestanden ist
Ist die Kernfachprüfung nicht bestanden, wird von weiteren Prüfungen abgesehen.

Kernfach
Je ein Werk (ca. 4 Min.) aus den folgenden Instrumentalbereichen
(Mindestanforderung Schwierigkeitsstufe 4/5):
1. Kleine Trommel (snare-drum) z. B. Goldenberg, Wagner, Knauer oder Fink
2. Pauken (timpani) z. B. Zegalski Et. 7, Krüger Et. 35 oder Nr. 45 oder Bayer
3. Mallet (zwei und vier Schlägel)
a) Marimba
b) Vibrafon
4. Freiwahl: Drum-Set oder Set-up (Multiple-Percussion) Solo
5. Vomblattspiel:
a) Mallet
b) Kleine-Trommel (snare)
c) Pauke

Zweitinstrument Klavier
2 Stücke aus verschiedenen Epochen, gegebenenfalls Blattspiel

Musiktheorie schriftlich
Die Diktate des Gehörbildungsteils, die am Klavier gegeben werden,
umfassen folgende Inhalte:
· Intervalle, sukzessiv, von einem gegebenen Ton aus im Violin- bzw.
Bassschlüssel
· Intervalle, simultan, in verschiedenen Registerlagen
· Notierung einfacher melodischer Phrasen (Barock, Klassik)
· Notierung dreistimmiger Akkorde in Grundstellung und sämtlichen
Umkehrungen, von einem gegebenen Ton aus simultan und arpeggiert
gespielt (Dur, Moll, vermindert, übermäßig und freitonal, z.B.
Quartenakkord oder Cluster)
· Notierung vierstimmiger Akkorde in Grundstellung und sämtlichen
Umkehrungen, von einem gegebenen Ton aus simultan und arpeggiert
gespielt (alle Septakkorformen des traditionellen Tonsatzes)
Die Aufgabenstellung im Teil Allgemeine Musiklehre/Tonsatz kann alle
Themenbereiche dieses Bereiches, einschließlich der Grundlagen der Akustik
und Instrumentenkunde umfassen z.B.:
· Notennamen und Registerbezeichnungen
· Lesefähigkeit sämtlicher Schlüssel
· Tonartvorzeichnungen und Skalenbestimmung (modal und durmoll-
tonal)
· Definitionen musikalischer Fachtermini (deutsch, italienisch und
englisch)
· Übertragung gegebener Tondauern in gegebene Taktarten
· Intervalldefinitionen
· Grundkenntnisse der Akkordlehre (Funktionslehre, Stufenlehre,
Generalbasslehre)
· Notierung von Obertonreihen
· Aussetzen eines bezifferten Generalbasses
Beispiele finden Sie auf unserer Homepage: [Download]
Schriftliche Prüfungen sind bestanden, wenn mehr als 50 % der Aufgaben richtig gelöst wurden.

Musiktheorie mündlich
(nur, wenn die schriftliche Prüfung nicht bestanden ist)
Teil Gehörbildung
· Rhythmen nachklatschen bzw. nachsprechen (Rhythmen vom Blatt
deklamieren oder klatschen (Grundschlag jeweils dazu dirigieren bzw.
mit dem Fuß markieren)).
· Einzelne simultane Intervalle – größer als eine Oktave – in enger Lage
(auf Tonnamen) nachsingen und bestimmen.
· Drei- und Viertelklänge und ihre Umkehrungen bestimmen und (am
eigenen Instrument) nachspielen (Sänger: nachsingen auf Tonnamen).
· Vorgespielte motivische Sequenzen singend oder (am eigenen
Instrument) spielend weiterführen.
· Tonale Melodien (z.B. Einzelstimmen aus einem Choral) in Violin- und
Bass-schlüssel auf Tonnamen vom Blatt singen
Teil Allgemeine Musiklehre/Tonsatz
Mögliche Fragen nach Notennamen und Registerbezeichnungen, Prüfung
der Lesefähigkeit sämtlicher Schlüssel, Tonartvorzeichnungen und
Skalenbestimmung (modal und dur-moll-tonal), Definitionen musikalischer
Fachtermini (deutsch, italienisch und englisch), Intervalldefinitionen,
Grundkenntnisse der Akkordlehre (Funktionslehre, Stufenlehre,
Generalbasslehre), Spielen einfacher Kadenzen in Tonarten bis zu 2
Vorzeichen.

Musikpädagogik
(nur für Bewerber/innen für das künstlerisch-pädagogische Studienfach)
Im ersten Teil der 60 –minütigen Gruppenprüfung werden in
musikpraktischen Übungen die stimmliche und körperliche
Ausdrucksfähigkeit und die rhythmisch- metrischen und improvisatorischen
Fähigkeiten ermittelt (elementares Instrumentarium und/oder eigenes
Instrument). Im zweiten Teil wird das pädagogische Reflexionsvermögen
geprüft.

Master of Music

Bewerber, die bereits an einer anderen Hochschule ein einschlägiges Studium
abgeschlossen haben, legen das Eignungsverfahren für den Master ab.
Master of Music in Performance (künstlerisch)
Gegenstand der praktischen Prüfung ist: *
Major Schlagzeug-Klassisch/Percussion (Prüfungsdauer bis zu 30 Min.)
A. Instrumente – Ein Werk aus den folgenden Bereichen:
1. Kleine Trommel (snare-drum)
2. Pauken (timpani)
3. Marimba
4. Vibrafon
B. 5. Set-up (Multiple-Percussion) oder Drumset solo
C. 6. Percussion oder Marimba Konzert/Concerto (mit Klavierbegleitung)
und/oder
Kammermusik
Orchesterstudien: sind optional
Literaturhinweise (Beispiele) für Percussion:
1. Trommel-Suite Fink (Zimmermann Verlag)
Sonate I-II-III Fink (Simrock)
“The Challenge” Riedhammer (Zimmermann)
American Suite Gauthreaux (Meredith/FL, USA)
Prime Masson (Iceland Music Info)
2. Pauken Etüde Nr. 45 Krüger
Szenen for timpani Joaquim (Zimmermann)
8-Pieces for timpani E.Carter (Assoc. Press, NY/London)
Raga No.1 for solo timpani W.Cahn (Wimbledon, CA/USA)
2-Pieces for unaccompanied timpani R.McCormick (Studio-4, CA/USA)
3. Repertoire von zB. Musser, Keiko Abe, Ney Rosauro, Zivkovich, Gordon Stout,
Tanaka, Eric Sammut, Miki, Miyoshi oder Fissinger
4. Vibrafon Repertoire von zB. Mark Glentworth, N. Rosauro oder David Friedman
5. a) “Orion M.42” Reginald Smith-Brindle (Edition Peters, Frankfurt)
“Stri/oking” Lehmann (Gravis/Bad Schwalb)
Rounds for percussion M.Redel (Bote&Bock, Berlin)
Rebondss Xenakis (Salabert/Paris)
oder Percussion-Repertoire von: B.Hummel, N.Rosauro, E.Kopetzki
b) “Get-Hip” Sponsel (Zimmermann Verlag)
6. a) Konzert/Concerto (zB Creston, Milhaud, Jolivet, Rosauro, Hummel,
Hovhaness, Zivkovich oder Koppel)
b) Duo- Repertoire für Percussion und Klavier oder Percussion oder andere/s
Instrument/e
Es können auch Werke eigener Wahl vorgetragen werden, wenn sie den
Anforderungen genügen.
MASTER MUSIC in Performance and Pedagogy in advanced education
(pädagogisch)
(Master Musik künstlerisch-pädagogische Ausbildung für den tertiären
Bildungsbereich)
Gegenstände und Dauer der Prüfung sind die Fächer:
· Musikpädagogik (Prüfungsdauer ca. 90 Minuten)
-> Gruppenprüfung in Sprach- und Körperausdruck
-> Hochschuldidaktische Lehrprobe
-> Fragen zur allgemeinen Musikpädagogik (Einzelprüfung)
· Kernfach (Prüfungsdauer ca. 15 Minuten)

Vorzubereiten sind zwei bis vier Werke unterschiedlicher Epochen bzw.
Stilistiken. Diese müssen auf dem Niveau der Abschlussprüfung im
Kernfach eines künstlerisch-pädagogisch ausgerichteten
Bachelorstudiengangs vorgetragen werden.
· Jazz-Stilistik (nur aus dem klassischen Bereich kommende Kandidaten,
die im Minor “Künstlerische Praxis” das Modul “Jazz-Stilistik” wählen)
(Prüfungsdauer ca. 15 Minuten).
Aus dem klassischen Bereich kommende Kandidaten, die im Minor
“Künstlerische Praxis” das Modul “Jazz-Stilistik” wählen, müssen in
einer Prüfung unter Beweis stellen, dass sie in der Lage sind, in das
jazzorientierte Spiel einzusteigen.

Meisterklasse

Bewerber für die Meisterklasse müssen sich einer Vorauswahl unterziehen, durch
die über die Zulassung zum Eignungsverfahren entschieden wird. Der Anmeldung
muss deshalb ein Portfolio (Lebenslauf, Künstlerfoto, Repertoireliste, Auflistung der
Konzerttätigkeit, Gutachten eines Hochschullehrers, sowie ggf. Kritiken, Verweis
auf Aufnahmen und Homepage) sowie ein schnittfreies Video von ca. 20 Minuten
Dauer beigefügt werden. Das Video muss mit einer Stehbildkamera aufgenommen
worden sein, der Bewerber muss darauf eindeutig identifizierbar sein, bei
Tasteninstrumenten muss der Blick zusätzlich auf die Tastatur gerichtet sein. Die
Zulassung zum Eignungsverfahren erfolgt nur, wenn sowohl die Programmauswahl
als auch die Qualität des Vortrags erkennen lassen, dass der Bewerber dem sehr
hohen Anspruch des Eignungsverfahrens für die Meisterklasse gerecht werden
kann. Im Fall der Zulassung wird eine praktische Prüfung im Kernfach
durchgeführt. Die Prüfungskommission wählt aus dem vorzubereitenden
Programm (siehe unter Master Performance künstlerisch) die vorzutragenden Stücke
aus (Prüfungsdauer 10-15 Minuten).