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Sidney Corbett - Einblicke in sein kompositorisches Schaffen

Barbara Busch: Buchumschlag zu "Sidney Corbett - Einblicke in sein kompositorisches Schaffen"

Neuerscheinung unter der Herausgeberschaft von Barbara Busch

Der eigenen inneren Stimme zuhören und ihr folgen! An diesem Grundsatz orientiert sich der 1960 in Chicago geborene Komponist Sidney Corbett, der seit 1985 in Deutschland lebt und bei György Ligeti in Hamburg studierte. Diesem Gedanken ist er – trotz aller personalstilistischen Veränderungen im Laufe der Zeit – treu geblieben.
Neben biografischen Notizen und einem Interview der Herausgeberin mit dem Komponisten werden vier Texte Corbetts veröffentlicht, die als eine Art künstlerische Standortbestimmung gelesen werden können. Der umfangreiche Briefwechsel Corbetts mit dem Schriftsteller Christoph Hein dokumentiert das mehrjährige Ringen beider Künstler um die Entstehung der Oper Noach, die im Mai 2001 am Bremer Theater uraufgeführt wurde. Während sich Ingrid Allward exemplarisch mit Corbetts Schaffen auseinander setzt, entwirft Hubertus Dreyer ein persönliches Portrait des Komponistenfreundes. Ergänzt wird der Band durch ein Werk- und Schriftenverzeichnis sowie durch ein vom Komponisten kommentiertes Personenverzeichnis.
Somit eröffnet vorliegender Band erstmals vielfältige Einblicke in die Gedankenwelt Corbetts und bietet auf diesem Wege sowohl Grundlage für die weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit seinem kompositorischen Œuvre als auch Anregungen für die interpretatorische Arbeit.

Prof. Dr. Barbara Busch
Barbara Busch

ALMS: Prof. Dr. Barbara Busch wieder gewählt

Würz­bur­ger Pro­fes­so­rin stell­ver­tre­ten­de Spre­che­rin der Ar­beits­ge­mein­schaft der Lei­ten­den mu­sik­päd­ago­gi­scher Stu­di­en­gän­ge (ALMS)

Am 11. und 12. Ju­ni 2010 tag­te an der Fach­hoch­schu­le Lau­sitz die „Ar­beits­ge­mein­schaft der Lei­ten­den Mu­sik­päd­ago­gi­scher Stu­di­en­gän­ge in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land“ (ALMS). Im Rah­men der in Cott­bus statt­fin­den­den Jah­res­kon­fe­renz wur­de Prof. Dr. Bar­ba­ra Busch in ih­rem Amt als stell­ver­tre­ten­de Spre­che­rin be­stä­tigt.

Ziel der ALMS ist die bun­des­wei­te Ab­stim­mung in grund­sätz­li­chen in­halt­li­chen und struk­tu­rel­len Fra­gen der künst­le­risch-​päd­ago­gi­schen Aus­bil­dung, ins­be­son­de­re hin­sicht­lich der Stu­di­en­re­form. Zur Um­set­zung ih­rer Be­schlüs­se und Emp­feh­lun­gen rich­tet sich die ALMS an die Lei­tun­gen der Aus­bil­dungs­in­sti­tu­te, an Fach­ver­bän­de und Fach­gre­mi­en so­wie an Po­li­tik und Öf­fent­lich­keit.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur Ar­beit der ALMS so­wie Po­si­ti­ons­pa­pie­re un­ter: www.​alms-​​mu­sik.​de.

Generationen musizieren miteinander

Bild: Anna Haag Mehrgenerationenhaus
Anna Haag Mehrgenerationenhaus Stuttgart (Bad Cannstatt)

Prof. Dr. Bar­ba­ra Busch, Prof. Bar­ba­ra Metz­ger und Sil­via Mül­ler er­stel­len Kon­zep­ti­on in­ter­ge­ne­ra­ti­ver mu­sik­päd­ago­gi­scher Ar­beit für das An­na Haag Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Stutt­gart

Seit Jah­ren zeich­net sich in Deutsch­land ein de­mo­gra­phi­scher Wan­del mit enor­men so­zio­lo­gi­schen Ver­än­de­run­gen ab: Cha­rak­te­ris­tisch ist u. a. die Ab­nah­me von Kon­tak­ten bzw. Kon­takt­mög­lich­kei­ten zwi­schen Men­schen ver­schie­de­ner Ge­ne­ra­tio­nen. Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­häu­ser re­agie­ren auf die­se Ent­wick­lung und wol­len mit spe­zi­el­len An­ge­bo­ten feh­len­de Kon­tak­te zwi­schen den Ge­ne­ra­tio­nen ge­zielt an­re­gen.

Vor die­sem Hin­ter­grund soll nun auch die in­ter­ge­ne­ra­ti­ve mu­sik­päd­ago­gi­sche Ar­beit am „An­na Haag Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Stutt­gart“ (Bad Cann­statt) ver­tieft und nach­hal­tig ver­an­kert wer­den. Fach­li­che Un­ter­stüt­zung er­hal­ten die Mit­ar­bei­te­rIn­nen des Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­hau­ses da­bei von Prof. Dr. Bar­ba­ra Busch und Prof. Bar­ba­ra Metz­ger, die bei­de an der Hoch­schu­le für Mu­sik Würz­burg leh­ren, so­wie von der Ele­men­ta­ren Mu­sik­päd­ago­gin und Ab­sol­ven­tin der Hoch­schu­le Sil­via Mül­ler. Nach­dem sich die drei Mu­sik­päd­ago­gin­nen mit den spe­zi­fi­schen Ge­ge­ben­hei­ten vor Ort ver­traut ge­macht hat­ten, er­stell­ten sie in den ver­gan­ge­nen Wo­chen un­ter dem Mot­to „Ge­ne­ra­tio­nen mu­si­zie­ren mit­ein­an­der“ ei­ne Ge­samt­kon­zep­ti­on in­ter­ge­ne­ra­ti­ver mu­sik­päd­ago­gi­scher Ar­beit.

Aus­ge­hend von den per­so­nel­len Mög­lich­kei­ten und sons­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen des Stutt­gar­ter Hau­ses ist so­wohl ei­ne Er­gän­zung der vor­han­de­nen kul­tu­rel­len An­ge­bo­te (Thea­ter­grup­pe, Ma­len für al­le etc.) vor­ge­se­hen als auch ei­ne Aus­wei­tung der in­ter­ge­ne­ra­ti­ven mu­sik­päd­ago­gi­schen Ar­beit. Da­bei sol­len die am Haus fest ver­an­ker­ten vier Be­rei­che (das Se­nio­ren­zen­trum, die Kin­der­ta­ges­stät­te für Vor­schul­kin­der so­wie die Bil­dungs­stät­te und För­der­grup­pe für Ju­gend­li­che) im Rah­men der ge­ne­ra­ti­ons­über­grei­fen­den mu­sik­päd­ago­gi­schen Ar­beit zu­neh­mend mit­ein­an­der ver­knüpft wer­den.

In den kom­men­den Wo­chen und Mo­na­ten be­ginnt die Pi­lot­pha­se zur Um­set­zung der Kon­zep­ti­on. Aus­ge­hend von spe­zi­fi­schen Ge­ge­ben­hei­ten vor Ort so­wie un­ter Be­rück­sich­ti­gung der In­ter­es­sen des Mit­ar­bei­ter­teams wer­den da­bei zu­nächst die drei An­ge­bo­te „Ge­ne­ra­tio­nen­band“; „Ele­men­ta­res Mu­si­zie­ren für Ju­gend­li­che und Se­nio­ren“ so­wie „Krea­ti­ves Be­we­gen für Vor­schul­kin­der und Se­nio­ren“ er­probt:

In­ner­halb der „Ge­ne­ra­tio­nen­band“ bil­det ein fes­ter Kreis von Mit­ar­bei­te­rIn­nen des An­na Haag Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­hau­ses ei­ne so ge­nann­te Kern­band. Je nach The­ma und Stück­aus­wahl der ak­tu­el­len Ar­beits­pha­se wer­den wei­te­re Grup­pen und ein­zel­ne In­stru­men­ta­lis­ten oder Sän­ger des Hau­ses be­tei­ligt, so dass vie­le Per­so­nen der un­ter­schied­lichs­ten Ziel­grup­pen ge­mein­sam zu Ge­stal­tun­gen bei­tra­gen, die bei­spiels­wei­se im Rah­men des Som­mer­fes­tes oder in der Weih­nachts­zeit prä­sen­tiert wer­den kön­nen.

Das „Ele­men­ta­re Mu­si­zie­ren für Ju­gend­li­che und Se­nio­ren“ wird von Paa­ren aus je ei­nem Ju­gend­li­chen und ei­nem Se­ni­or be­sucht. Wäh­rend der Teil­nah­me über­nimmt der Ju­gend­li­che ei­ne Mu­sik­pa­ten­schaft für den Se­ni­or. Durch die­se ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be und die en­ge Ver­bin­dung zu ei­ner ein­zel­nen Per­son kann der Kon­takt zwi­schen den Ge­ne­ra­tio­nen in­ten­si­viert wer­den.

Beim in­ter­ge­ne­ra­ti­ven „Krea­ti­ven Be­we­gen für Vor­schul­kin­der und Se­nio­ren“ sol­len Jung und Alt an­hand der Be­we­gungs­an­ge­bo­te ge­mein­sam (mu­si­ka­li­sche) Er­fah­run­gen sam­meln und von­ein­an­der ler­nen.

Die Pi­lot­pha­se zur Um­set­zung der er­stell­ten Kon­zep­ti­on am An­na Haag Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus wird neue Er­kennt­nis­se zur bis­lang eher sel­ten prak­ti­zier­ten in­ter­ge­ne­ra­ti­ven mu­sik­päd­ago­gi­schen Ar­beit brin­gen. Über­ge­ord­ne­tes Ziel ist, dass die An­ge­bo­te am An­na Haag Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus dau­er­haft in­stal­liert und in die all­täg­li­chen Ab­läu­fe in­te­griert wer­den. Ei­ne wis­sen­schaft­li­che Be­glei­tung des Vor­ha­bens durch das Würz­bur­ger „Hoch­schul­team“ ist an­ge­dacht.

"WIM" - Wir musizieren

Musik im Tandem unterrichtet. Evaluation des zweijährigen Pilotprojekts durch Prof. Dr. Barbara Busch und Corina Nastoll

 

Das Projekt „WIM“ – Wir musizieren wurde von der Bayerischen Musikakademie Hammelburg in Zusammenarbeit mit verschiedenen Verbänden entwickelt. Die Pilotphase startete nun mit Beginn des 2. Schulhalbjahrs 2010 an sechs Grundschulen in Unter- und Mittelfranken und erstreckt sich auf insgesamt drei Schulhalbjahre bis zum Ende der zweiten Klasse im Sommer 2011.

Im Zentrum dieses Projekts steht der musikpraktische Unterricht, den ausnahmslos alle Kinder des ersten bzw. zweiten Schuljahrs wöchentlich und kostenfrei erhalten. Er wird im „Tandem“ von einer Grundschullehrkraft und einer externen Musikfachkraft mit der gesamten Grundschulklasse zur regulären Schulzeit durchgeführt und beinhaltet Elemente der Musikalischen Grundausbildung, gemeinsames Singen und Tanzen, Instrumentenvorstellung sowie die Aufführungen des Erlernten im Rahmen von Schulveranstaltungen.

Durch die gemeinsame Unterrichtsgestaltung werden sowohl die Grundschullehrkräfte, als auch die externen Musikfachkräfte im Umgang mit praktischer Musikausübung im Klassenverband fortgebildet. Zusätzlich erfolgen modulare Weiterbildungen für diese Lehrkräfte an der Bayerischen Musikakademie Hammelburg. Die Finanzierung der WIM-Pilotphase wird weitgehend vor Ort von den Kooperationspartnern, teilweise unter Beteiligung der Kommunen geleistet.

Prof. Dr. Barbara Busch und Corina Nastoll werden „WIM“ – Wir musizieren bis Anfang 2012 wissenschaftlich begleiten und evaluieren. Zu Beginn der Pilotphase werden Experteninterviews mit den Projektinitiatoren durchgeführt, um die Ausgangslage dokumentieren zu können. Im weiteren Verlauf sollen Gruppendiskussionen und Einzel- bzw. Gruppeninterviews mit den mitwirkenden Lehrkräften Aufschluss über die Situation des Tandemunterrichts geben. Ergänzend werden in Verbindung mit dem Besuch der teilnehmenden Schulen Hospitationen im Unterricht stattfinden. Abschließend soll die persönliche Relevanz aus Eltern- und Schüler-Perspektive mittels Fragebögen und Interviews ermittelt werden. Eine Integration der wissenschaftlichen Begleitung in die musikpädagogische Lehre wird angestrebt.