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Kreativität – Struktur und Emotion

Kongress der GMTH und der DGM vom 7. 10. – 10. 10. 2010 an der Hochschule für Musik Würzburg

 

Die Vermittlung von Kreativität und Regelwerk, das Herzstück des Bildungsauftrags von Musikhochschulen schlechthin, bietet bei aller Selbstverständlichkeit ein enormes Feld künstlerisch-wissenschaftlicher Aufarbeitung. Der Würzburger Kongress 2010 soll sich gesonderten Aspekten dieser Problemstellung in Forschung und Lehre annehmen.

Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert steht die Idee vom Werk als einer Schöpfung oder von Musik als einer Seelensprache der Vorstellung von Mechanik und Handwerk entgegen.

Obwohl der wissenschaftliche Sprachgebrauch immer wieder in der Lage ist, zwischen den Sphären zu vermitteln, ist das problematische Verhältnis zwischen künstlerischer Authentizität und einem kognitiven Zugang zur Musik vielfach zu spüren, insbesondere dort, wo Regelwerk wenig schulbildend ist bzw. auf anderen Ebenen gesucht werden muss (z. B. in der Musik des 20./21. Jahrhunderts oder auch im Bereich der populären Musik).

Die aktuelle Hochschulreform und die Frage nach dem Berufs- und Lebensbezug musiktheoretischer Inhalte fordert eine Stellungnahme und mitunter auch die Neuformulierung des scheinbar Selbstverständlichen.

Die Musikpsychologie nimmt im 20. Jahrhundert den künstlerischen Schaffensprozess und die Wahrnehmung von Strukturen und Emotionen durch den Hörer in den Blick und versucht mit einem interdisziplinären Zugang eine distanzierende Sicht auf generative und rekonstruktive Vorgänge im Menschen. Spätestens seit dem Impuls durch die ESCOM-Konferenz (Conference on Musical Creativity Liège 2002) ist das Spektrum musikwissenschaftlicher Annäherung an kreative Prozesse um Disziplinen bereichert, in deren Interesse nicht nur der Notentext, sondern Emotion, Performance und (computergestützte) Methoden ihrer wissenschaftlichen Darstellbarkeit stehen.

Der gemeinsame Kongress sucht nach Möglichkeiten, die verschiedenen Ansätze miteinander zu verbinden, nachdem die Auseinandersetzung mit dem Thema in den Gesellschaften selbst schon vor längerer Zeit begonnen hat (in jüngerer Zeit: Jahreskongress der GMTH 2008 in Graz, Musiktheorie als interdisziplinäres Fach, Jahrestagung der DGM 2008 in Hannover, Musikpsychologie im Kontext).

Vier Sektionen und ein Workshop werden sich dem musikalischen Schaffensprozess annähern:

  1. Schaffensprozess und Theoriebildung (Keynotes: Andreas Haug, Nicholas Cook)
  2. Konzepte von Kreativität in romantischer Formensprache (Keynote: Tobias Janz)
  3. Generative Prozesse, Wahrnehmung und Wirkung (Keynote: Wolfgang Auhagen)
  4. Neue Medien, elektronische Musik (Keynote: Georg Hajdu)
  5. Komponisten-Workshop (Claus-Steffen Mahnkopf, Johannes Schöllhorn)

Neben zwei Konzerten wird außerdem der Festakt zum zehnjährigen Bestehen der GMTH am 9. 10. einen Höhepunkt des Kongresses bilden.

Anmeldung zum Tagungsbesuch

für Referenten (Autoren/Ko-Autoren) und Gäste (Nicht-Referenten, passive Tagungsteilnehmer)

Die Öffnet externen Link in neuem FensterAnmeldung für die Tagung erfolgt für beide Gesellschaften (GMTH und DGM) zentral über die Öffnet externen Link in neuem FensterHomepage der GMTH. Für die Anmeldung ist die Überweisung der Tagungsgebühr notwendig. Alle weiteren Informationen finden Sie auf der vorgenannten Seite.

Tagungsgebühren DGM 2010

DGM/GMTH/DGP-Mitglieder

Nicht-Mitglieder

voll

ermäßigt

voll

ermäßigt

Anmeldung bis 20.9.2010

50,- €

30,- €

75,- €

40,- €

Anmeldung nach 20.9.2010

75,- €

40,- €

100,- €

50,- €

Tageskarte

40,- €

20,- €

50,- €

30,- €

 

Referentenrabatt: zusätzlich 10,- € (eine Person pro Einreichung)

Für Mitglieder der Hochschule für Musik Würzburg ist die Teilnahme kostenfrei und bedarf keiner Anmeldung.

Die Kongress wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung von:

Logo - Deutsche Gesellschaft für Musikpsychologie e.V.