28 January • 10:00 • R Kammermusiksaal
Die Viola d'amore war ein in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts sehr beliebtes Modeinstrument. Baulich einer Diskantgambe ähnlich, hat sie weniger hohe Zargen, damit man sie wie Violine oder Viola "da braccio" spielen kann. Sie hat sechs oder sieben Spielsaiten, darüber hinaus meistens sechs oder sieben Resonanzsaiten, die den silbrigen Ton des Instrumentes verstärken.
Die Viola d'amore findet meistens solistische Verwendung. Wurde sie in historischer Zeit meistens vom führenden Geiger eines Ensembles gespielt, nahmen sich ihrer bei der Wiederentdeckung zu Beginn des 20. Jahrhunderts meistens Viola-Spieler an. Aus heutiger Sicht ist das Viola d'amore-Spiel mit seinen vielfältigen Scordaturen eine Bereicherung für jeden historisch interessierten Violinist oder Viola-Spieler.
Der Workshop richtet sich sowohl an Neueinsteiger wie an Fortgeschrittene. Ludwig Hampe will Hilfestellungen geben, zeitraubende Umwege beim Erlernen des Instrumentes zu vermeiden. Ein zusätzliches Schülerinstrument wird beim Workshop zur Verfügung stehen.