12 February • 11:00 • R Kammermusiksaal
Die Sonatine (1946/49) von Pierre Boulez gehört zu den zentralen Werken für Flöte und Klavier im 20. Jahrhundert. Das Werk fordert spieltechnisch heraus und ist zugleich musikgeschichtlich interessant. Als »Opus 1« spiegelt es Boulez’ Auseinandersetzung mit Lehrern und Vorbildern.
In einem moderierten Konzert wird die Sonatine vorgestellt und erläutert. Ergänzend erklingen René Leibowitz’ Sonate für Flöte und Klavier sowie »Le Merle noir« von Olivier Messiaen. Ein Workshop am Nachmittag bietet aktiven und passiven Teilnehmer/innen die Gelegenheit, das Gehörte zu vertiefen und mit den Dozentinnen technisch sowie interpretatorisch an den drei Werken zu arbeiten.
Ruth Wentorf (Flöte)
unterrichtet seit 1981 Flöte an der Hochschule für Musik in Freiburg und leitet zusätzlich seit 2002 eine Flötenklasse an der Hochschule für Musik in Würzburg. Als Solistin und Kammermusikerin konzertiert sie im Inn- und Ausland. Diverse Meister- und Kammermusikkurse sowie Rundfunk- und CD-Produktionen runden ihre künstlerische Tätigkeit ab. In verschiedenen Musikzeitschriften schreibt sie Artikel zum Thema Flötentechnik und Werkinterpretation, sowie Notenrezensionen.
Sie ist 1.Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Flöte e.V. und Herausgeberin der Zeitschrift „Flöte aktuell“.
Cordula Hacke (Klavier)
widmet sich in erster Linie der Lied- und Instrumentalbegleitung. Konzertreisen führten sie durch Europa, nach Nordamerika und Afrika. Sie wurde als Pädagogin zu den bedeutendsten Festivals neuer Musik eingeladen, außerdem spielte sie zahlreiche Aufnahmen im Funk und Fernsehen sowie diverse CD-Produktionen. Sie ist die musikalische Leiterin verschiedener Musiktheaterproduktionen und lehrt als Dozentin an der Robert Schumann Hochschule für Musik in Düsseldorf.
www.cordula-hacke.de
Susanne Gärtner (Moderation)
studierte Flöte bei Jean-Claude Gérard in Hamburg, Peter-Lukas Graf in Basel und André Jaunet in Zürich sowie Musikwissenschaft und Germanistik an der Universität Basel und an der Harvard University. Sie war Flötistin in der Jungen Deutschen Philharmonie und im Radio-Sinfonieorchester Basel. Seit 1991 unterrichtet sie an der Basler Musik-Akademie. Für ihre Dissertation zum Frühwerk von Pierre Boulez erhielt sie 2006 den Preis der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel. Derzeit arbeitet sie an einer Neuausgabe der Sonatine.
Es erklingen:
René Leibowitz
Sonate für Flöte und Klavier
Olivier Messiaen
Le merle noir für Flöte und Klavier
Pierre Boulez
Sonatine für Flöte und Klavier
Der Eintritt beträgt 10 € / 5 € (ermäßigt). Der Kartenverkauf findet an der Abendkasse statt.