Präsident Prof. Helmut Erb stellt Rechenschaftsbericht vor
Mit mehr als 250 öffentlichen Veranstaltungen im Jahr ist die Hochschule für Musik Würzburg einer der stärksten Kulturträger in der Region Würzburg. Was außerdem noch alles in der Hochschule läuft ist für Außenstehende nicht so offensichtlich, daher veröffentlich der Präsident einmal jährlich seinen
Rechenschaftsbericht. Gestern stellte Prof. Helmut Erb den Bericht dem Hochschulrat vor. Die Hochschulräte zeigten sich beeindruckt von der umfangreichen Arbeit.
Der Auftrag des Bayerischen Staates an die Kunsthochschulen sieht vor allem die Pflege der Künste und die Entwicklung künstlerischer Kenntnisse und Fertigkeiten vor. Diesem Auftrag folgend besteht Lehre nicht nur aus Unterrichtsveranstaltungen. Auch gemeinsame Proben und Aufführungen, beispielsweise mit den Bamberger Symphonikern, oder eine Opernproduktion gehören genauso dazu wie ein Training in Atemtechnik oder eine Schulung im Umgang mit Lampenfieber.
651 Studierende und 77 Pre-Collegiaten studieren über 25 verschiedene Instrumente in den Studiengängen Pre-College, Bachelor und Master und für das Lehramt an Schulen. Die Studierenden erhalten neben den regulären Lehrveranstaltungen auch noch Meisterkurse durch bedeutende Solisten und Kammermusiker zu besuchen. So waren 2011 das Juilliard-Quartet, Prof. Ingo Goritzki, Frèderique Cambreling und andere Dozenten zu Gast um in einzelnen Fächern zusätzliche Expertise ins Haus zu holen.
Die Hochschule pflegt internationale Kooperationen mit über 40 anderen Musikhochschulen in aller Welt. Etwa gleichviele Studierende kommen aus dem Ausland nach Würzburg um hier für einige Semester als Gast Musik zu studieren wie auch von hier ins Ausland gehen. Insgesamt sind 180 Studierende aus dem Ausland eingeschrieben.
Ein besonders willkommener Erfolg im Jahr 2011 war die ertragreiche Antragstellung über 1,2 Millionen Euro für den Bereich Kammermusik. Dafür können nun mehrere Stellen besetzt werden.
Die Umstellung der Studiengänge von Diplom auf Bachelor und Master ist immer noch ein gewichtiges Thema für die Hochschule und die Hochschulleitung. Im Vergleich mit anderen Kunsthochschulen zeigt sich, dass die Würzburger Hochschule auf einem guten Weg ist. Im Verbund mit 12 anderen deutschen Musikhochschulen konnten Mittel zur gemeinsamen Umsetzung von Qualitätsmanagement gewonnen werden, wodurch der Prozess begleitet und befördert werden wird.