Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Initiative des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Auf Initiative des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst haben sich die Präsidentinnen und Präsidenten der staatlichen bayerischen Hochschulen im Frühjahr 2015 auf „Grundsätze zum Umgang mit Befristungen nach dem WissZeitVG und zur Förderung von Karriereperspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs“ verständigt.

Die bayerischen Hochschulen fördern im Rahmen ihrer Möglichkeiten den wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs sehr erfolgreich. Sie sind sich dabei ihrer großen Verantwortung insbesondere in der sensiblen Qualifizierungsphase bewusst: Sie müssen den jungen Nachwuchskräften einerseits ausreichend Zeit und die Sicherheit geben, die für eine wissenschaftliche oder künstlerische Karriere erforderlich sind. Andererseits müssen sie dafür sorgen, dass die begrenzt verfügbaren Qualifikationsstellen in angemessenem Rhythmus wieder frei werden und für die nächste Generation zur Verfügung stehen. In diesem Spannungsfeld legen die Grundsätze landesweit anzuwendende einheitliche und verlässliche Mindeststandards für den Umgang mit den arbeitsrechtlichen Sonderbefristungsregelungen nach dem WissZeitVG fest.

Sie sehen u.a. vor:

die Ausrichtung der Gesamtbeschäftigungsdauer von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern am üblichen Zeitrahmen der entsprechenden Qualifikation,

  • die Mindestbefristung bei einer Erstbeschäftigung von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Regelfall von einem Jahr,
  • eine Betreuungsvereinbarung zum Qualifikationsziel und dem dafür notwendigen Zeitbedarf,
  • in der Regel mindestens eine Halbtagsstelle für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich weiterqualifizieren.
  • keine Beschäftigung von Lehrkräften für besondere Aufgaben nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz, sofern sie keine nennenswerte eigene Forschungstätigkeit ausüben.
  • eine Anpassung der Beschäftigungsdauer wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Drittmittelprojekten in der Regel an die Projektlaufzeit.
  • neue Unterstützungs- und Beratungsangebote für werdende Eltern bei Unterbrechungen ihrer Qualifikationsphase sowie
  • Beratungs- und Infoangebote für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Grundsätze der staatlichen bayerischen Hochschulen

Pressemitteilung 19. März 2015

 

Internationale Ausrichtung

Um die hohe Attraktivität Bayerns als Wissenschaftsstandort noch weiter zu stärken, hat die Staatsregierung ein umfassendes Internationalisierungsprogramm für die staatlichen Hochschulen aufgelegt, das Studierende, Wissenschaftler und Hochschulverwaltungen darin unterstützt, den Herausforderungen einer globalisierten Forschungs- und Arbeitswelt gerecht zu werden.
Vernetzung

Es braucht nicht nur eine Vernetzung über nationale Grenzen hinweg, sondern auch über institutionelle, um Bayern als erstklassigen Innovationsstandort weiter zu stärken. Ziel der bayerischen Forschungspolitik ist es, von einem Nebeneinander noch mehr zu einer vernetzten Forschung auf allen Ebenen zu kommen – auch um im internationalen Wettbewerb ganz vorne mithalten zu können. Die bayerischen Erfolge in der Exzellenzinitiative liegen nicht zuletzt in der fächer- und institutionenübergreifenden Kooperation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begründet.