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Nachrichten aus dem Auslandsamt

14. Dezember 2011
Von Würzburg zur Partnerhochschule St. Petersburg - Eine Teilnehmerin blickt zurück
Hannah Bregler im Glazunov-Saal des Sankt Petersburger Konservatoriums
Die international besetzte Jury: Prof. Jochen Müller-Brincken (Würzburg), Moshe Epstein (Hamburg), Herrn Bolschyanow (St. Petersburg), Joachim Klemm (Dresden) und Arkady Steinlucht (St. Petersburg)
Johannes Himmler, Dominik Schnell, Hannah Bregler und Silke Augustinski vor dem Studentenwohnheim
Mariinski-Theater
Auferstehungskirche Blutkirche

Nach einem Auswahlvorspiel im Juni durften Katrin Schreck und ich gemeinsam mit den drei Fagottisten Hannah Bregler, Johannes Himmler und Dominik Schnell am deutsch-russischen Holzbläserwettbewerb vom 14. - 20. November 2011 in St. Petersburg teilnehmen, der erstmals zwischen den Hochschulen Hamburg, Dresden, Würzburg und St. Petersburg international ausgetragen wurde. Als Jury-Mitglied begleitete uns Herr Prof. Müller-Brincken, der selbstverständlich seine eigenen Oboen-Studentinnen nicht bewerten durfte, uns aber mit Rat und Tat - auch schon bei der Vorbereitung - zur Seite stand.

Am Wettbewerb haben 27 Studenten teilgenommen, davon 16 aus St. Petersburg und 11 aus Deutschland, außer uns noch sechs in Hamburg und Dresden studierende Koreaner, Chinesen und eine Japanerin. Da dieser Wettbewerb bisher nur "intern" am berühmten Rimski-Korsakow-Konservatorium in St. Petersburg stattfand, lief zwar organisatorisch noch nicht immer alles ganz "rund" - so gab es z.B. einen eklatanten Mangel an Überäumen (keine Reservierungen für uns!), und auch die Unterbringung in einem Wohnheim weit außerhalb des Stadtzentrums brachte Nachteile mit sich - , aber unsere Korrepetitorinnen waren sehr gut vorbereitet, freundlich und kooperativ, die Konzertsäle im Konservatorium eindrucksvoll und der Zusammenhalt in unserer Gruppe gut!

Wir haben wertvolle Erfahrungen und Eindrücke mitgenommen, wenn wir auch bei einer vierstündigen Stadtrundfahrt nicht alles, was in St. Petersburg sehenswert ist, besichtigen konnten - die berühmte Auferstehungs- bzw. Blutkirche konnten wir uns aber auf eigene Faust ansehen und die Eremitage haben meine Kommilitonen auch besucht.

Unsere musikalischen Leistungen im Wettbewerb waren alle sehr respektabel und ich bin mit 13 anderen Kandidaten in die 2. Runde des Wettbewerbs gekommen, die drei Preise erhielten allerdings ein Fagottist und ein Klarinettist aus St. Petersburg sowie eine japanische Flötistin aus Hamburg.

Insgesamt haben wir ein lohnendes Ziel bei unserer Vorbereitung gehabt, eine musikalische Herausforderung bewältigt und viele nachhaltige Eindrücke gesammelt (z.B. bei zwei Opernaufführungen: "Aida" im Konzerthaus und "Die Hochzeit des Figaro" im berühmten Mariinski-Theater), ganz abgesehen von unserem Gemeinschaftserlebnis, das wir nicht missen möchten. Daher können wir die Teilnahme an diesem Wettbewerb nur empfehlen, wenn sich die Gelegenheit wieder bieten sollte.

Text:  Silke Augustinski, Oboenklasse Prof. J. Müller-Brincken
Fotos: Silke Augustinski / Prof. J. Müller-Brincken

Link: Partnerhochschule 'Staatliches Konservatorium Sankt Petersburg'