Neuerscheinung: Geschichte des Staatskonservatoriums in Würzburg 1930-1950 von Prof. Dr. Christoph Henzel (Historische Musikwissenschaft)

Buchcover fuehlen was deutsche musik ist“Die Nazifizierung der Würzburger Musikkultur ist bisher fast ausschließlich anhand einer Persönlichkeit thematisiert worden: Hermann Zilcher, Direktor des Staatskonservatoriums der Musik”, schreibt der Autor. Im Unterschied dazu geht es im vorliegenden Buch um die Beschreibung der schrittweisen Vereinnahmung  des gesamten Ausbildungsinstituts für Staat und Partei. Sie ist im Kontext der von ehrgeizigen Ausbauplänen getragenen Umgestaltung des städtischen Musiklebens zu sehen. Als Hauptgrund für die Kooperation der meisten Lehrkräfte mit den Nationalsozialisten ist der Wunsch auszumachen, dem Konservatorium mehr Gewicht zu verschaffen und die Geltung der „deutschen“ Musik zu stärken. Gerade dem Direktor war dies seit dem 1. Weltkrieg eine Herzensangelegenheit, die er gegen die Moderne, gegen Radio, Jazz und Neue Musik durchsetzen zu müssen glaubte. Schließlich wird der Weg von der Zerstörung der Gebäude im März 1945 bis zur Wiedereröffnung des  Konservatoriums beschrieben. Die Beschäftigung mit der braunen Vergangenheit spielte dabei nur kurze Zeit (1947/48) eine Rolle.”

(Verlag Königshausen & Neumann)