Violinprofessor Grigori Zhislin verstorben

“Seine natürliche Begabung und totale Hingabe machten ihn nicht nur zu einem ausgezeichneten Musiker, sondern auch zu einem großen Geiger.”  

Sir Yehudi Menuhin

Grigori Zhislin ist tot. Mit dem herausragenden Musiker, dessen Virtuosität an Violine und Viola die Kunst des Musizierens geradezu körperlich spürbar werden ließ, verließ uns ein so grandioser Künstler, wie geschätzter, beliebter und überaus erfolgreicher Hochschullehrer. Grigori Zhislin verstarb am 2. Mai 2017.

Bereits als 22-jähriger ließ Grigori Zhislin mit dem 1. Preis beim “Premio Paganini” und der Silbermedaille beim “Queen Elizabeth Competition” die internationale Musikwelt aufhorchen. In der Folge war er ein weltweit gefragter Solist der renommiertesten Orchester und wurde regelmäßig zu den herausragenden internationalen Musik-Festivals eingeladen.

Der Künstler, der Werke aller Epochen herausragend zu interpretieren vermochte, pflegte zudem enge Beziehungen zu bekannten Komponisten wie Alfred Schnittke, Edisson Denissow oder auch Sofia Gubaidulina sowie mit Krzysztof Penderecki. Letzterer hatte Grigori Zhislin überzeugt, auch Bratschist zu werden und widmete ihm seine “Cadenza per Viola”.

An der Hochschule für Musik Würzburg unterrichtete Prof. Grigori Zhislin, der auch am Royal College of Music tätig gewesen ist, seit 1994. Zahlreichen Studierenden half er bei deren künstlerischer Entwicklung. Unter anderem gehören Ilja Grubert, Dmitri Sitkowetski, Nicolas Koeckert, Daniel Hope und Sergei Chatschatrjan zu seinen Schülern.

Hochschule für Musik Würzburg