Quartett für das Ende der Zeit unter der Regie von Anja Nicklich

Zu einem ungewöhnlichen Kammermusikabend mit dem Klavierquartett „Quatuor pour la fin du temps“ des französischen Komponisten Olivier Messiaen lädt die Hochschule für Musik am kommenden Dienstag, den 12. Dezember 2017 um 19:30 Uhr in den Kammermusiksaal ein. Zusammen mit der Regisseurin Anja Nicklich und den Professoren und Dozenten der Kammermusikabteilung haben die Studierenden die von Themen und Bildern der biblischen Offenbarung inspirierte Musik des Quartetts mit entsprechend religiös geprägter Lyrik der Großfürstin Wera Konstantinowna Romanowa kombiniert und daraus ein inszeniertes, literarisch-musikalisches Gesamtkonzept entworfen.

Entstanden ist aber keine x-beliebige, mit Gedichtrezitationen angereicherte konzertante Aufführung – sondern die Studierenden, die sich normalerweise ausschließlich mit ihren Instrumenten und in der Interpretation ihrer Musikstücke vorstellen, haben sich mit einer richtigen Inszenierung daran gewagt, Texte und Musik gleichermaßen zu „erleben“ und zu „durchleben“. Dabei geht um die herannahende Apokalypse, im weitesten Sinne: die Apokalypse des Alltags, der Liebe, des Glaubens, der Hoffnung und des Ich’s ans sich. Es ist ein Kreislauf des sich immer Wiederholenden, des immer wieder neu Erlebens, der Wahrheit und der Lüge, ein Kreislauf des Lebens – und des Todes. Demzufolge sind die Musikstudierenden während der Probenarbeit auch erstaunlich gewachsen an der Sprache und der Musik und der Auseinandersetzung mit sich selbst. Herausgekommen ist ein berührender Abend um die Frage: Wer bin ich? Und wo will ich hin?

Das Publikum erwartet somit ein nachdenklich-tiefgründiger Konzertabend, der nur auf den ersten Blick nicht in die trubelige Vorweihnachtszeit zu passen scheint, denn ist doch die Adventszeit traditionell auch eine Zeit des Innehaltens und der geistigen Einkehr. –  Im Anschluss lädt die Deutsch-französische Gesellschaft zu einem Umtrunk ein, bei dem man miteinander ins Gespräch kommen kann.
Mit Szenerie und Gedichten von Großfürstin Wera Konstantinowna Romanova.

Darsteller:

Klarinette / Liebhaber der Violine / Apokalyptischer Reiter des Krieges: Sebastian Langer

Violine / Liebhaberin der Klarinette/ Apokalyptischer Reiter des Hungers: Yulia Orlova

Violoncello / Der Einsame/ Apokalyptischer Reiter des Todes:
Ingmar Escher

Klavier / Die Verstoßene/ Apokalyptischer Reiter der Gerechtigkeit:
Marie-Thérèse Zahnlecker

Eine Dagewesene: Inka Jans

Team:

Regie: Anja Nicklich | Regieassistenz: Inka Jans | Ausstattung: Antonia Mautner Markhof
Musikalische Einstudierung: Prof. Denise Benda, Prof. Jewgeni Schuk, Wolfgang Nüßlein

Impressionen:

Yulia Orlova, Ingmar Escher (vorn) Inka Jans, Marie-Thérèse Zahnlecker (mitte), Sebastian Langer (hinten)

Yulia Orlova, Ingmar Escher (vorn) Inka Jans, Marie-Thérèse Zahnlecker (mitte), Sebastian Langer (hinten)

Marie-Thérèse Zahnlecker (Klavier), Ingmar Escher (Violoncello)

Marie-Thérèse Zahnlecker (Klavier), Ingmar Escher (Violoncello)

 

Mit freundlicher Unterstützung:

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