Lehramt

EAS Student Forum Salzburg 2017 „A Musical Adventure“

Innerhalb der jährlichen Tagungen der European Association for Music in Schools besteht seit 2008 eine eigene und besondere Plattform: das Student Forum.

Die diesjährigen Begegnungen auf unterschiedlichsten persönlichen und fachlichen Ebenen zeigten ganz eindeutig, inwiefern das Student Forum als Plattform wirkt, in welcher der Reflexion der eigenen Lehrerpersönlichkeit und besonders der eigenen Vermittlungsmethoden musikpraktischer Aktivitäten ein offener Raum und Rahmen geboten werden kann.

Abschlussbericht Student Forum 2017

Impressionen

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Eignungsprüfungen im Juni 2017

Vom 12. bis 19. Juli 2017 finden an der Hochschule für Musik Würzburg die Eignungsprüfungen für BewerberInnen statt, die zum Wintersemester 2017/2018 ein Bachelor- oder Master-Studium an der Hochschule für Musik Würzburg beginnen, oder in das Pre-College aufgenommen werden möchten.

In der Folgewoche, vom 19. bis zum 22. juni 2017, Folgen die Eignungsprüfungen für BewerberInnen, die ein Lehramt-Studium aufnehmen möchten.

Auf unserer Website finden Sie sowohl nähere Informationen zu den Eignungsprüfungen, als auch die entsprechenden Planungen zum Ablauf.

Workshoptage Schulmusik feiern 10-jähriges Jubiläum

Am 9. / 10. Mai 2017 feierten die Workshoptage Schulmusik an der HfM Würzburg die 10. Auflage dieser erfolgreichen Veranstaltung. Das Organisationsteam (Marcel Doudieh, Thomas Krause, Jonas Mittag, Benjamin Brinner und Prof. Dr. Gerhard Sammer) konnte für die Workshops und Präsentationen wieder interessante DozentInnen gewinnen.
Die Workshoptage starteten nach einer Begrüßung durch den Präsidenten Prof. Dr. Bernd Clausen und die Vorstellung der Workshop-ReferentInnen: Dr. Anna Houmann, Dozentin an der Malmö Academy of Music, ist extra zu diesem Anlass aus Schweden angereist und zeigte in ihrem Workshop „The soundtrack of my life“, wie gut sich Musik dazu eignen kann, mit sich selbst und anderen in Interaktion zu treten und biografische Erfahrungen in Musik auszudrücken. Zeitgleich konnten die Studierenden bei dem auch in der Lehrerfortbildung tätigen Schlagzeuger Martin Junker einen Workshop zum Thema „Paper Music“ besuchen, bei dem sie äußerst vielfältige Möglichkeiten kennenlernen durften, wie man mit Klassen auch ohne zusätzliches Equipment musizieren kann, nur mit Papier und Büchern.
Der Dienstag wurde durch die Veranstaltung „Schulmusik International“ abgerundet: Nach einer kompakten Information durch Irina Villani und Dirk Bräuer vom International Office der Hochschule konnten die Zuhörer live per Skype mit Stefanie Zwurtschek in Rochester (USA) und mit Julian Unewisse in Vilnius (Litauen) sprechen. Daraufhin berichteten Kseniya Tentschert, Thomas Krause und Michael Dwumoh vor Ort von ihren Erfahrungen in Russland, Spanien und Japan.
Am Mittwoch fanden zunächst weitere Workshops statt: Iris Winkler, Musiktheaterpädagogin an der Oper Frankfurt, gab einen Einblick in die Methode der Szenischen Interpretation. Mozarts Oper „Don Giovanni“ diente als Beispiel, an dem die Studierenden diese Methode kennenlernten und erprobten, bzw. lernten, sich in verschiedene Figuren einzufühlen und auch unterschiedliche Interpretationen durchspielen konnten. Unter dem Leitthema „Artistic leadership“ ließ Dr. Anna Houmann die Teilnehmer aktiv werden und in vielfältiger Weise miteinander agieren, von improvisierten Bewegungen bis hin zu Bodypercussion und Gruppenmusizieren, immer im Kontext von Kreativität.
Möglichkeiten und Probleme von Kreativität im Klassenzimmer brachte die schwedische Dozentin den zahlreichen interessierten ZuhörerInnen auch bei ihrem anschließenden Plenumsvortrag auf lebhafte und anschauliche Art und Weise nahe. Direkt danach fand ein Podiumsgespräch statt: Prof. Dr. Bernd Clausen, Tobias Debold, Heinz Pallor, Eva Riedel, Susanne Stauber und Franziska Wehner erörterten unter der Moderation von Prof. Dr. Sammer, mit Einbindung von zahlreichen Fragen der Studierenden, in einer angeregten Diskussion die momentane Situation des Berufsfelds von Musiklehrer/innen in Bayern. Anschließend stellten Armin Bestelmeyer, Lena Mischerikow und Patrick Tuttle dem Publikum im Rahmen des Forschungspodiums ihre Erfahrungen und Ergebnisse der Erstellung ihrer Zulassungsarbeit vor, bevor sieben Studierende des vierten Jahrgangs anhand eines Portfolios Einblick in ihre „Schulmusik-Projekte“ gaben.
Der letzte offizielle Programmpunkt brachte nochmal zusätzlichen Schwung: Die Tanztrainerin Daniela Kölle brachte die Studierenden mit einem Black Music-Tanzworkshop bei einer Kombination aus Zumba und Hiphop-Tanz so richtig ins Schwitzen.
Auch in diesem Jahr fanden die Workshoptage wieder in einer „Aprés Workshop Party“ einen schönen Ausklang: Bei Musik, Pizza und Getränken konnten die Studierenden tanzen und sich über ihre Eindrücke zu den Workshops austauschen.

Impressionen

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Gerhard Sammer ist als Präsident der EAS wiedergewählt

gerhard_sammer_eas2017Vom 18. bis 22. April 2017 fand die diesjährige 25. Internationale Konferenz der European Association for Music in Schools (EAS) statt.

350 TeilnehmerInnen aus 40 Ländern trafen sich an der Universität Mozarteum Salzburg, um sich in mehr als 115 Referaten, Diskussionen, Posterpräsentationen, Workshops und Keynotes über die Bedeutung der Netzwerkarbeit im Bereich der Musikpädagogik auszutauschen.

Als einer von zwei nominierten Studierenden aus Deutschland nahm Valentin Penninger, Lehramtsstudent der Musikhochschule Würzburg, am Internationalen Student Forum teil!

Prof. Dr. Gerhard Sammer wurde im Rahmen der Neuwahlen des EAS-Vorstands für eine zweite Periode zum Präsidenten der EAS gewählt.

Studis EAS 2017

Musikpädagogische Exkursion nach Dänemark/Schweden

vom 12. bis 17. November 2016

Es war ein nebliger Morgen. Die Kirchuhr schlug 4, als sich 10 ExkursionautInnen auf den Weg zum Münchner Flughafen machten. Es sollte der Beginn einer langen Reise in den kalten und düsteren Norden werden.

Schon am Flughafen wurden unsere Mitreisenden (eher unfreiwillig) Zeugen unserer musikalischen Begeisterung, als zur Überraschung Aller aus dem winzigen, kaum für warme Klamotten ausreichenden Rucksack eines Kommilitonen auch noch eine Trompete zum Vorschein kam. Die Lage verbesserte sich natürlich nicht, als wir die außerplanmäßige einstündige Wartezeit (auf Grund technischer Störungen) mit dem Mitträllern der Flugzeugmusik verschönerten.

Angekommen in Kopenhagen, schwärmten wir direkt auf einen ersten Erkundungsspaziergang in die Stadt, von der wir uns alle sehr begeistert zeigten. Doch nach nicht allzu langer Zeit holte uns die Müdigkeit ein und wir erlebten eine erstaunlich erholsame Nacht im 10-Bett-Zimmer. So konnten wir am folgenden Tag, gut ausgeruht, gemeinsam mit dem eingetroffenen Herrn Prof. Dr. Sammer (Exkursionsleiter) das Louisiana Museum of Modern Art genießen, das uns, mit seinen drei fabelhaften Ausstellungen, alle auf Anhieb überwältigte. Die letzten Minuten des raren Tageslichtes, die uns nach der kulturellen Inspiration blieben, verbrachten wir noch einmal in der Innenstadt, bevor wir uns am Abend eine Tanzvorstellung mit Orgelmusik im dänisch-königlichen Konservatorium ansahen. Ein gelungener Abschluss unseres kurzen Dänemark Aufenthalts!

Zum Glück konnten wir uns den Abschied von Kopenhagen direkt mit einem herrlich warmen Schaumbad im Jacuzzi unserer AirBnb-Unterkunft (möglicherweise nicht ganz ohne Überschwemmung) versüßen.

Natürlich musste das nicht das einzige Highlight in Schweden bleiben: in der Hochschule haben wir Volksmusik gemacht, eine Eurythmie-Stunde erlebt, einen Vortrag über das Schulmusikstudium und das Schulsystem in Schweden gehört und in Bandproben von Schulmusikstudierenden reingeschnuppert. Diese erlebten wir dann auch bei einem abendlichen Konzert, bei dem uns die Ohren geradezu weggeblasen wurden.

Einen Vormittag verbrachten wir, in zwei Gruppen, im Musikunterricht in verschiedenen Schulen, der, im Vergleich zum meist theoretisch angelegten Unterricht in Deutschland – wie wir Ihn bisher oft erlebt haben -, wesentlich praktischer verlief. Dank der guten Klassenraum-Ausstattung, verwandelte sich dort die Stunde in eine Bandprobe in Klassenstärke. Im Gespräch mit dem Musiklehrer fanden wir heraus, dass das elementare Beherrschen aller typischen Bandinstrumente (drums, keys, guitar, bass und vocals) ein zentrales Unterrichtsziel ist. Fasziniert hat uns die konzentrierte eigenständige Arbeit der SchülerInnen im Unterricht, als sie in abgetrennten Räumen oder mit Kopfhörern ihren Part des Songs vorbereiteten. Der Lehrer konnte sich individuell um Lernende kümmern und gezielt Hilfestellungen geben.

Im Nachhinein versuchten wir kritisch zu reflektieren welche Vorteile der schwedische Musikunterricht dem deutschen gegenüber hat, und was bei uns bisweilen wohl besser läuft. Einig waren wir uns alle, dass es bei den meisten Schulen in Deutschland nach unserer Einschätzungnoch viel Potenzial gibt, den Unterricht durch mehr Praxis und „neuere“ Musik attraktiver für die Schüler zu gestalten. Allerdings hatten wir auch den Eindruck, dass in Schweden – ganz entgegengesetzt zu Deutschland – durch den starken Fokus auf populäre Musik und Musikpraxis andere Unterrichtsaspekte ein wenig zu kurz kommen.

Auch im schwedischen Schulmusikstudium war diese Tendenz zu beobachten: Ein deutlicher Schwerpunkt wird auf populäre Musik gelegt und bildet die Studierenden zu tollen Bandmusikern aus – der Direktor der Musikhochschule merkte aber auch an, dass sie kaum genug Studierende für die klassischen Instrumente finden – ein Phänomen, welches uns an deutschen Hochschulen wohl eher fremd ist!

Und bei einem inspirierenden Workshop mit Frau Anna Houmann sahen nicht nur wir dringenden Veränderungsbedarf im Schulsystem und in der Gestaltung von vielen Praxen des Musikunterrichts in Deutschland, sondern auch Sie selbst sah in Schweden viel Handlungsbedarf.

Kurz vor unserem Abflug reflektierten wir dann noch einmal gemeinsam die Erfahrungen dieser an Eindrücken vielfältigen Reise:

Wir alle haben sicherlich vieles mitgenommen aus der Zeit – pädagogische Ansätze, von denen wir Gebrauch machen wollen. Vor allem schwebt uns in der Hinsicht vor, den Musikunterricht später praktischer und musiknaher zu gestalten. Am besten wäre wohl eine Synthese aus deutschem und schwedischem Musikunterricht – was tatsächlich gut vereinbar scheint und uns mit Sicherheit für die Ausgestaltung unseres eigenen Musikunterrichtes in Erinnerung bleiben wird! Vor allem aber hatten wir auch eine wunderbare Zeit zusammen, haben uns besser kennengelernt, gelacht und ausgetauscht, und auch daraus einiges mitgenommen!

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Autorinnen: Felicitas Deichmann & Viviane Hammermüller

 

Prof. Tobias Usbeck

Schulpraktisches Klavierspiel
Telefon: + 49 (0)931 - 321 87 - 0

Musikpädagogische Exkursion nach Litauen

Auch 2015 stand für die Studenten der Hochschule für Musik Würzburg wieder eine Exkursion im Bereich der Musikpädagogik auf dem Programm. Das Ziel war dieses Jahr der baltische Staat Litauen, in dem auch der nächste Kongress der EAS („European Associationfor Music in Schools“) stattfinden wird (März 2016).

Am 10. November trafen sich frühmorgens die 9 ExkursionsteilnehmerInnen, um gemeinsam zum Flughafen in Frankfurt/Hahn aufzubrechen, wo es dann mit Ryanair nach Vilnius ging. Dort wartete bereits Herr Sammer, der schon etwas früher angereist war. Mit zwei gemieteten Autos ging es schließlich am frühen Abend über Kaunas und nach kurzer Besichtigung des Stadtkerns weiter nach Klaipeda.

Dort wurden wir am nächsten Morgen von Prof. Ruta Girdzijauskaitė abgeholt, um die musikalische Fakultät der ortsansässigen Universitätnäher kennenzulernen. Wir wurden von Studenten der Musikpädagogik (Lehramt) herzlich empfangen und konnten uns in einem Workshop gegenseitig die Schul- und Universitätssysteme unserer Heimat präsentieren. Besonders auffallend war hier, dass sich die litauischen Lehramtsstudenten nicht vor Studienantritt auf eine bestimmte Schulform spezialisieren, sondern nach dem Studienabschluss die Wahl zwischen der Grundschule und den unterschiedlichen Sekundarstufen haben. Außerdem konnten wir einiges über die starke Tradition des Singens in Litauen erfahren, die alle zwei Jahre in einem gigantischen Liederfest in der Hauptstadt Vilnius ihren Höhepunkt findet.

Am Nachmittag fuhren wir zusammen mit der Gastgeberinnach Neringa bzw. zur kurdischen Nährung, einNationalpark und besonderes Naturjuwel an der baltischen Küste, das sich über viele Kilometer mit Wald, Sanddünen und malerischen Landschaften und Küstenstrichen nur eine halbe Stunde entfernt von Klaipeda befindet.Mit einem engen Zeitplan, aber viel Enthusiasmus führte uns Rutadurch die Sehenswürdigkeiten und konnte an fast jeder Stelle eine kleine Geschichte erzählen. Hier konnten wir im Sonnenuntergang durch die Dünen direkt am Meer wandern, bevor wir das Thomas-Mann-Haus in Nida besichtigten und schließlich wieder zurück nach Klaipeda fuhren.

Zurück im Hotel wurden wir am frühen Abend von einigen Studenten der musikalischen Fakultät abgeholt und ließen den Tag gemütlich in einer Bar ausklingen.

Am Donnerstagmorgen stand ein Besuch des Vydunas Gymnasiums auf dem Programm. Diese Schule haben Rutaund ihr Mann, der dort Schulleiter ist, vor über 20 Jahren gegründet. Sie hat einen starken Fokus auf die musikalische Ausbildung und entsprechend dem universitären Ausbildungssystem finden sich dort als eine Besonderheit (auch für Litauen) alle schulischen Jahrgangsstufen von der 1. bis zur 12. Schulstufe.

Bei unserer Ankunft wurden wir zunächst von einigen Werken des Mittelstufenchores mit beeindruckender Qualität und einer anschließenden Präsentation des Schulleiters über Konzeption und Merkmale dieses Gymnasiums begrüßt. Nach einer kurzen Pause konnten wir dann in einigen Schulstunden verschiedener Klassenstufen hospitieren, wo uns neben einem sehr persönlichen Lehrer-Schüler-Verhältnis auch die große Disziplin der Schüler auffiel. Gerade im Musikunterricht lernen die Schüler hier sehr früh, mit praktischen Situationen umzugehen und entwickeln so ein Selbstverständnis im Umgang mit der eigenen musikalischen Identität. Den Donnerstagabend rundeten wir schließlich noch mit einem klassischen Konzert junger litauischer Talente in der Konzerthalle von Klaipeda ab und fuhren direkt danach wieder gen Vilnius, wo wir erschöpft in unsere Hotelbetten fielen.

Die zwei verbleibenden Tage konnten wir nach dem anfänglich sehr dichten Programm etwas entspannter zur Besichtigung der Hauptstadt Vilnius nutzen und hatten außerdem etwas Zeit, das gemeinsam Erlebte zu besprechen und in der Gruppe zu reflektieren.

Am Freitagvormittag empfing uns Jone, die Tochter von Ruta, im Hotel und unternahm mit uns eine Stadtführung, bei der wir verschiedene historische Stationen Vilnius passierten und einige Insider-Tipps erhielten.

Am Abend besuchten wir als Exkursionsabschluss zusammen mit Herrn Sammer ein Konzert der litauischen Band „Baltasas Kiras“, bevor es am nächsten Tag dann wieder ins Flugzeug nach Deutschland ging.

Rückblickend konnten wir vermutlich nur einen kleinen Einblick in die zahlreichen Facetten Litauens gewinnen, doch der Besuch hat sich definitiv gelohnt! Das noch junge Land hat eine deutlich geringere Einwohnerzahl als Berlin und ist geographisch gesehen eine Art Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Kulturkreisen Russlands und Westeuropas. Dennoch hat es mittlerweile eine sehr eigenständige Identität und eine beeindruckende kulturelle Vielfalt entwickelt. Gerade die durch die Folklore geprägte Sing- und Tanztradition floss in den von uns besuchten Schulen stark in die frühe Schulerziehung ein, was stetig für einen vielfältigen Kanon gemeinsamen Liedguts sorgt. Mit dem gut besuchten Konzert von „Baltasas Kiras“ konnten wir aber auch einen Moment der aktuellen Pop-/Rock-/Indieszene erleben.

Abschließend hat Litauen uns auf jeden Fall begeistert und schließlich sogar ein bis zwei Exkursionsteilnehmer zu einem Erasmus-Jahr in diesem Land angeregt.

(Autor: Julian Unewisse)

 

Exkursion Litauen 2015 StrandExkusrion Litauen 2015

Gelungener Einstieg: Informatives Willkommen für neue Lehramt-Studierende

Die Einstiegsphase in ein Studium stellt in der Regel eine besondere Herausforderung dar, vor allem durch ein neues persönliches, organisatorisches oder räumliches Umfeld. Um der Gruppe von 21 StudienanfängerInnen der Lehramtsstudiengänge in Musik den Start in das Hochschulleben zu erleichtern, ein erstes Kennenlernen von KommilitonInnen und DozentInnen zu ermöglichen und Antworten auf viele Fragen zu geben, fand am 4. und 5. Oktober 2015 wieder eine Orientierungsveranstaltung in der Hochschule für Musik statt.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Clausen, Prof. Dr. Gerhard Sammer und Sascha Panknin wurden dabei Informationen über die Rahmenbedingungen des Studiums, praktische Tipps für die Arbeit an der Hochschule und das studentische Leben, sowie Raum für das persönliche Kennenlernen gegeben. Teile der Veranstaltung wurden auch von Studierenden höherer Semester gestaltet, die gleichzeitig als Ansprechpartner für die jeweiligen Studiengänge zur Verfügung standen, nämlich Sarah-Maria Bader (GMR), Lisanne Lieber (GMR) und Patrick Tuttle (GyZ). Schließlich informierten auch die Dozenten Christoph Dartsch (Ensemblepraxis und Ensembleleitung) und Dr. Lilo Kunkel (Gehörbildung und Schulpraktisches Klavierspiel) aus erster Hand über ihre Fachbereiche und konnten so viele Fragen direkt beantworten.
Auch das bewährte Patensystem kam wieder zum Einsatz: Jedem Studienanfänger wurde ein „Pate“ aus einem höheren Schulmusiksemester zur Seite gestellt. Die Paten erinnern sich selbst noch gut an die Herausforderungen des Studienbeginns und stehen den neuen Studierenden als individuelle Berater mit Tat und Rat zur Verfügung!
Wir wünschen einen guten Start in das Studium!

(Autoren: Sascha Panknin, Bernd Clausen, Gerhard Sammer)

Orientierungsphase SchuMu 2015 1Orientierungsphase SchuMu 2015 2

Musikpädagogische Exkursion führte nach München

Der Austausch mit Schulmusik-Studierenden anderer Ausbildungstätten, das Kennenlernen neuer Schul- und Ausbildungssysteme sowie der Austausch der Studierenden untereinander, aber auch mit Dozent/innen anderer Hochschulen und Einrichtungen stehen im Vordergrund der jährlich stattfindenden Musikpädagogischen Exkursionen an der Hochschule für Musik Würzburg.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Sammer organisierte das studientische Team um Sophia Heuten, Valentin Penninger, Matthias Hohmann und Sascha Panknin in diesem Jahr eine Studienfahrt nach München.

Dort standen neben dem musikpädagogischen und musizierpraktischen Austausch auch allgemeinbildende Aspekte wie der Besuch des neu eröffneten NS-Dokumentationszentrums und der Gegenwartskultur auf dem Plan.

Ausführliche Informationen zur Musikpädagogischen Exkursion 2015 bietet der von Sophia Heuten, Valentin Penninger, Matthias Hohmann, Sascha Panknin und Prof. Dr. Gerhard Sammer verfasste Bericht zur Studienfahrt.

Exkursion Muenchen 2015 Gamelan Workshop

 

 

Frische Impulse und innovative Ansätze: Worshoptage Schulmusik jährten sich zum 8. Mal

Workshoptage 2015 TeamDie „Workshoptage Schulmusik“ lieferten Lehramtsstudierenden auch in diesem Jahr, am 5./6. Mai 2015, wieder frische Impulse und interessante thematische Anregungen durch ein facettenreiches Angebot aus Workshops, Vorträgen und Diskussionen zu musikpädagogisch relevanten Themen. Das Organisations- und Planungsteam bestand in diesem Jahr aus: Franziska Wehner, Marcel Doudieh, Sascha Panknin und Prof. Dr. Gerhard Sammer.

 

Workshoptage Schulmusik 2015 1Am Dienstag startete das Programm mit dem Workshop “Making Musical”, der von einem Berliner Referententeam geleitetwurde. Dorothea Lukowsky, Daniela Thiele und Frank Alva Buecheler, allesamt Profis in Ihrer Branche und erfahrene Dozenten, präsentierten in drei parallel laufenden Kursen in aller Kürze wichtiges Know-how zu den Themen Gesang, Tanz/Choreographie und Regie. Dabei wurde v.a. auch auf praktische Vermittlungsstrategien in der Schule eingegangen.
Im Parallelworkshop widmete sich Prof. Dr. Fritz Höfer aus Salzburg dem Thema “Innovative Dimensionen digitaler Medien im Musikunterricht in Theorie und Praxis”. Der Musikpädagoge unterrichtet an der Pädagogischen Hochschule Salzburg und gab den Studierenden Einblicke zu einer sehr aktuellen Thematik, die insbesondere mit Blick auf neue Lehr- und Lernformen in einem zeitgemäßen Musikunterricht stetig an Bedeutung gewinnt. Inwiefern die Musikdidaktik einen Beitrag zur Entwicklung einer entsprechenden Medienkompetenz im Unterricht leisten kann, erfuhren die Studierenden im Workshop auch praktisch.

Workshoptage Schulmusik 2015 3Am Mittwoch konnte Fritz Höfer den – aufgrund der Lehrangebote für Schulische Ensemblepraxis – hervorragend mit Instrumenten ausgestatteten „Bigbandraum“ im Gebäude am Residenzplatz nutzen, um dort den Workshop “Didaktisch-methodische Überlegungen zum Klassenmusizieren anhand eigener Beispiele” zu halten. Ausgangspunkt dazu war seine neueste Publikation, in welcher die vielfältigen Möglichkeiten des Klassenmusizierens anhand sehr unterschiedlicher Musikstücke präsentiert werden.

Als weiterer Referent der Workshoptagekonnte der Seminarlehrer Johannes Klehr vom Kaiser-Heinrich-Gymnasium in Bamberg gewonnen werden. Der Workshop „Ist KO ok?“ Kompetenzorientierung praktisch” stellte nebst grundsätzlicher Diskussionen zur Thematik v.a. in der Praxis erprobte Unterrichtsmodelle zu verschiedenen Themen und Jahrgangsstufen des Gymnasiums vor.
Der dritte Parallel-Workshop an diesem Tag trug den Titel “Menschenwürde und Scham” und richtete sich sehr grundsätzlich an all jene, die in irgendeiner Form mit Menschen arbeiten. Der Sozialwissenschaftler, Supervisor und Sachbuchautor Dr. Stephan Marks aus Freiburg widmet sich seit Jahren dem Thema “Scham” und konnte die Studierenden für dieses in der Schule häufig übergangene Thema sensibilisieren.
Zusätzlich zu den Workshops konnten die Studierenden am Dienstagabend im Rahmen von „Schulmusik International“ nach einem sehr informativen Impulsvortrag von Frau Barbara Moll (Auslandsamt der Hochschule) Kommilitoninnen und Kommilitonen erleben, die interessante Einblicke in Erfahrungen gaben, die sie während Ihres Auslandsaufenthalts sammeln konnten.

Workshoptage Schulmusik 2015 2Ein Highlight war dabei eine Liveschaltung per Skype nach Albuquerque (New Mexico, USA) und Valencia (Spanien).

Am Mittwochnachmittag stand das Forschungspodium im Mittelpunkt: Fünf Studierende präsentierten dabei in beeindruckender Weise Ihre interessanten und qualitativ hochwertigen Forschungsarbeiten aus unterschiedlichen Fachbereichen (Musikpädagogik, Musiktheorie, Musikwissenschaft), die als Zulassungsarbeiten für das Staatsexamen entstanden sind. Über die rein inhaltliche Perspektive hinaus waren in erster Linie auch die persönlichen Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Erstellen einer solchen Arbeit sowie forschungsmethodische Zugänge für die Studierenden sehr hilfreich.

Das Forschungspodium wurde durch eine intensive Podiumsdiskussion abgeschlossen, bei der die Standpunkte von Seminarlehrern, Referendaren, Studierenden und Professoren zum Thema “Kompetenzorientierung in Musiklehrerbildung und Musikunterricht” im Diskurs erörtert wurden.
Auch der Abschlussabend fehlte in diesem Jahr selbstverständlich nicht, bei dem Studierende die Gelegenheit wahrnahmen, sich unter professioneller Leitung im Salsa-Tanz zu versuchen. Beim anschließenden gemütlichen Ausklang der Workshoptage wurde deutlich, dass nicht nur die Studierenden das umfangreiche Angebot sehr schätzen, sondern dass auch die engagierten Referentinnen und Referenten durchgängig von “unseren” Studierenden sehr angetan waren!

(Autoren: Marcel Doudieh und Sascha Panknin)

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