KOPRA-M

Musikpraxis ist seit Jahrzehnten integraler Bestandteil des Musikunterrichts in Deutschland. Leistungsfortschritte im Musizieren lassen sich auf individueller Basis allerdings nur mit erheblichem Zeitaufwand überprüfen. In den USA wurde bei der letzten Durchführung von landesweiten Testungen künstlerischer Fächer (NAEP 2008) die Musikpraxis explizit aus Kostengründen ausgelassen.

Unser Ziel ist es, musikpraktisches Leistungsvermögen von Schülerinnen und Schülern innerhalb von vertretbarem Zeit- und Kostenrahmen messbar und so individuelle Fortschritte sichtbar zu machen. Dazu wurde in Anlehnung an den Weinertschen Kompetenzbegriff und die sog. Klieme-Expertise ein theoretisches Modell musikpraktischer Kompetenz entworfen, das sowohl auf musikpädagogischen und musikpsychologischen Forschungsergebnissen als auch auf musikdidaktischen Konzepten basiert.

Unter Beteiligung von Lehrern wurden Testaufgaben entwickelt, die in einer großangelegten Pilotierungsstudie von bis zu 1000 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 bearbeitet werden. Um den Testaufwand ökonomisch vertretbar zu halten, entwickeln unsere Projektpartner vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT die Software MusiCapture, die sowohl eine (teil)automatisierte Auswertung der Ergebnisse als auch die international erstmalige Durchführung eines musikpraktischen Gruppentests erlauben wird.
Partnerschulen des Projekts (Auswahl in alphabetischer Reihenfolge)

Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schweinfurt
Celtis-Gymnasium Schweinfurt
David-Schuster-Realschule Würzburg
Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg
Johann-Rudolph-Glauber-Realschule Karlstadt
Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt
Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg
Siebold-Gymnasium Würzburg

Projektleitung: Prof. Dr. Andreas C. Lehmann
Wiss. Mitarbeit: Johannes Hasselhorn