Reger-Jahr 2016

Ganzjähriger Zyklus zum 100. Todesjahr des Komponisten

Am 11. Mai 1916 verstarb der Komponist Max Reger. Er hinterließ – nicht nur gemessen an seiner kurzen Lebenszeit von lediglich 43 Jahren – ein gewaltiges Œuvre von über 140 allein in Opuszahlen erfassten Werken und Werkgruppen, und komponierte abgesehen von der Oper für alle Gattungen mit Schwerpunkten in den Bereichen Orgel- und Vokalmusik. Dabei polarisiert Reger, auch als Person, vor allem aber mit seiner Musik, die – von Werk zu Werk, manchmal sogar von Satz zu Satz in unterschiedlichem Maße – zwischen traditioneller und avancierter Haltung changiert, was ihm in jüngeren Publikationen auch das Attribut des »Janusköpfigen« einbrachte. »Durch ein Umdenken in der Einschätzung der Moderne, das […] von der dogmatischen Sicht eines linearen Fortschritts ebenso wie von der Vorstellung eines organischen Wachs- tums abgelassen hat, werden […] Vielfalt und Fülle sowie kaleidoskopartiger Wechsel der Werke Regers zunehmend akzeptiert.« (Susanne Popp, Max-Reger-Institut, Karlsruhe).

Die Hochschule für Musik Würzburg und das Institut für Musikforschung der Universität Würzburg präsentieren einen ganzjährigen Zyklus von Veranstaltungen, in dem das gesamte Orgelwerk sowie repräsentative Werke der Orchester-, Chor-, Kammer- und Klaviermusik enthalten sind. Ergänzt wird dieses opulente Angebot durch Einführungen zu jedem Konzert, ein wissenschaftliches Symposium sowie einen mehrtägigen Orgel- und einen Harmoniumkurs. Wir bedanken uns bei allen, die das Projekt durch Rat und Tat, ideell oder finanziell unterstützen.

Herzliche Einladung zum Reger-Jahr 2016 in der Hochschule für Musik und im Institut für Musikforschung!

Prof. Dr. Christoph Wünsch, Projektleitung