Stadtratsbeschluss: Wichtiger Schritt in Richtung “Haus IV” der Hochschule

Seit der zusätzliche Flächenbedarf der HfM Würzburg von Seiten des Ministeriums anerkannt wurde, war über mehrere Jahre hinweg unklar, wo sich ein passender Standort im Stadtgebiet realisieren ließe. Nach einer entsprechenden Ausschreibung durch die ImBy (ImmobilienBayern) zeigte sich schnell, dass das Angebot an passenden Gebäuden im Stadtgebiet recht gering ist. Eine ideale Lösung kristallisierte sich mit der Turnhalle des ehemaligen Mozartgymnasiums heraus, angesichts ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zur ehemaligen Staatsbank, dem sogenannten „Gebäude an der Residenz“. Als Problem standen hier nur die unterschiedlichen Vorstellungen von ImBy und Stadt Würzburg bezüglich Mietzins und Umlage der Mehrkosten für die besonderen Baumaßnahmen in Zusammenhang mit den Erfordernissen einer Musikhochschule (akustische Dämmung, Belüftungsstandard von Seminar- und Proberäumen) im Raum. Die Hochschulleitung unterstützte den Verhandlungsprozess gezielt durch mehrere Maßnahmen: ein „parlamentarischer Abend“ für den Würzburger Stadtrat zusammen mit Oberbürgermeister Schuchardt und dem Vorsitzenden der Bürgerinitiative „rettet das MOZ“ im Januar 2018, etliche Gespräche mit Landtagsabgeordneten sowie Vertretern des Finanz- und Wissenschaftsministeriums durch Präsident Prof. Dr. Christoph Wünsch, sowie Meetings mit Vertretern der ImBy und der zuständigen städtischen Behörden (Prof. Dr. Wünsch und Vizekanzler Streitenberger). Präsident Wünsch war außerdem vom OB eingeladen worden, das Anliegen der Hochschule am 20. September im Hauptausschuss und am 27.9. in der Stadtratssitzung vorzutragen. Neben einer Präsentation der Hochschule für Musik sowie einer inhaltlichen Erläuterung des zusätzlichen Flächenbedarfs wurden dabei auch potenzielle Synergieeffekte mit den weiteren zukünftigen Nutzern des „Hufeisen“ genannten Mozartgymnasium-Teilkomplexes (Sing- und Musikschule Würzburg, Geschäftsstelle des Mozartfestes) dargestellt. Die anschließende Abstimmung im Stadtrat führte mit einer überwältigenden Mehrheit von 37 zu 8 Stimmen zur Annahme des Konzepts für Sanierung und Umbau des Gebäudes. Damit ist nun der Weg frei für die weiteren Planungs- und Baumaßnahmen, so dass in absehbarer Zeit die dringend benötigten Flächen und Räume zur Verfügung stehen werden.

residenzplatz mit blau