Zentrum für musikalische Exzellenzförderung Würzburg gegründet

Die Hochschule für Musik Würzburg und das Matthias-Grünewald-Gymnasium gründen gemeinsam das „Zentrum für musikalische Exzellenzförderung Würzburg”. Ziel dieser bayernweit einzigartigen Einrichtung ist die optimale Förderung musikalisch herausragend begabter Kinder und Jugendlicher. Die Kombination eines musikalischen Unterrichtsangebots auf höchstem Niveau mit einem auf die Bedürfnisse junger Musikerinnen und Musiker ausgerichteten Schulumfeld soll dem musikalischen Nachwuchs beste Chancen für eine Karriere im musikalischen Bereich und gleichzeitig den Abschluss einer allgemeinbildenden Schule ermöglichen.

Im Rahmen eines Festakts am 28. März 2019 fand in der Hochschule für Musik Würzburg vor über 100 Teilnehmern die feierliche Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch Präsident Prof. Dr. Christoph Wünsch und Oberstudiendirektor Dr. Martin Sachse-Weinert statt. Staatsminister Bernd Sibler und Oberbürgermeister Christian Schuchardt würdigten in ihren Ansprachen das bayernweit einzigartige Konzept, mit dem die beiden Institutionen begabten Schülerinnen und Schülern eine optimale Förderung bieten.

Neben Staatsminister und Oberbürgermeister konnte Präsident Prof. Wünsch auch MdL Manfred Ländner, die Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Unterfranken Monika Zeyer-Müller, Mitglieder des Hochschulrates und des Würzburger Stadtrates, Frau Ulrike Goldbeck und Prof. Lutz Koppetsch aus der PreCollege-Leitung, die Vorstandsmitglieder des Bayerischen Tonkünstlerverbandes Andrea Fink und Steffen Zeller, die Vorsitzende des Alumniverbandes Judith Jörg und den Vorsitzenden des Elternbeirates Cornelius Palmer, zahlreiche Lehrkräfte und Schüler des ExzellenzZweiges mit ihren Eltern, Kolleginnen, Kollegen und Studierende der Hochschule begrüßen.

Grußworte und Unterzeichnung wurden angemessen umrahmt durch Musikbeiträge, mitreißend dargeboten von Schülern aus PreCollege und ExzellenzZweig: Klara Eyrich, Oboe (ExzellenzZweig, Klasse Ramona Heidecker), Julian Herzing, Viola (PreCollege, Klasse Prof. Theo Nüßlein), Philipp Hubert, Klavier (PreCollege, Klasse Ulrike Goldbeck und ExzellenzZweig), Béla Noll, Flöte/Komposition (ExzellenzZweig Klasse Stefanie Helmer und PreCollege, Klasse Joachim Schneider), Robert Schlotter, Violoncello (ExzellenzZweig, Klasse Deanna Talens), Franziska Stemmer, Klavier (Gast aus Weimar, Klasse Michael Dorner) und Michael Stemmer, Altsaxophon (PreCollege, Klasse Prof. Lutz Koppetsch).

Dem Würzburger Modell liegt ein dreistufiges Konzept zugrunde. Zunächst belegen die Schülerinnen und Schüler den musischen Zweig des Gymnasiums und wechseln über eine Eignungsprüfung in den ExzellenzZweig der Schule. Bei entsprechender Begabung kann ebenfalls über eine Eignungsprüfung die Aufnahme in das PreCollege der Musikhochschule erfolgen, in dem der Hauptfachunterricht von Professorinnen und Professoren weitergeführt wird. Quereinstieg in EzellenzZweig oder PreCollege ist über die Eignungsprüfung ebenfalls möglich. Schülerinnen und Schüler, die in den ExzellenzZweig bzw. das PreCollege aufgenommen werden, profitieren von folgenden Angeboten:

  • Befreiungsmöglichkeiten (Schulunterricht, Prüfungen) zur Vorbereitung für Wettbewerbe oder Konzerte
  • Teilnahme an Angeboten der Hochschule wie Meisterkurse, gemeinsame Konzerte und Exkursionen
  • Im PreCollege Kernfachunterricht durch Professorinnen und Professoren
  • In PreCollege und ExzellenzZweig Unterricht in weiteren Fächern wie Klavier und Musiktheorie bei Hochschuldozentinnen und -dozenten
  • Unterbringung im Internat des Gymnasiums mit ausreichend Übemöglichkeiten.

Weitere Informationen

auf der Seite des Statsministeriums für Wissenschaft und Kunst
auf der Seite der Main Post Würzburg

201904-Vertragsunterzeichnung-ExzellenzZweig