Abschied

29.07.2021

von Sigune von Osten

Sigune von Osten
Sigune von Osten | @ Armin Fuchs

Sigune von Osten unterrichtete von 1990 bis 2002 – ab 1993 als Honorarprofessorin – Gesang an der Hochschule für Musik. Sie war Sopranistin und eine bedeutende Interpretin der Neuen Musik. Die emotional-künstlerische Aussage stand für sie im Mittelpunkt ihres Wirkens, auch in ihrer pädagogischen Arbeit.

Von Osten arbeitete mit zeitgenössischen Komponisten wie John Cage, Giacinto Scelsi, Marek Kopelent, Luigi Nono, Olivier Messiaen und Krzysztof Penderecki zusammen. Zahlreiche Werke wurden ihr „auf die Stimme“ geschrieben. Sie trat bei Konzertreisen, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie als Solistin bei großen Festivals auf der ganzen Welt auf.

Sigune von Osten war Netzwerkerin der Neuen Musik und wurde bei ihren Darbietungen zur Musik-Künstlerin, Performerin und Choreografin. Sie arbeitete außerdem als Regisseurin und Produzentin.

Von Osten hat viele Festivals weltweit ausgerichtet. Fast 25 Jahre lang leitete sie ihr eigenes Festival „Parkmusik“ auf dem ehemaligen Klostergut Trombacher Hof bei Bad Kreuznach, wo sie bis zu ihrem Tod auch lebte. Sie verstarb am 8. Juli 2021.

Wir werden Sigune von Osten ein ehrendes Andenken bewahren.

Für die Hochschule für Musik Würzburg

Prof. Dr. Christoph Wünsch
Präsident

Roland Ulsamer
Kanzler

Prof. Martin Hummel
Vizepräsident

Prof. Dr. Andreas C. Lehmann
Vizepräsident