Il matrimonio segreto (1792)

Wintersemester-Projekt der Opern­schule leider ohne Videostream

01.04.2021
Matrimonio Paolino - Zeichnung Moritz Haakh
Zeichnung Moritz Haakh

Studierende der Opernklasse von Prof. Katharina Thoma und Instrumental-Studierende erarbeiteten einen ausgesprochen heiteren und bunten Opernabend mit Domenico Cimarosas 'Il matrimonio segreto', zu deutsch 'Die heimliche Ehe'.

Die Geschichte spielt sich im Haus (und Garten) des reichen Geronimo ab: Seine ältere Tochter Elisetta soll den Grafen Robinson ehelichen, die jüngere, Carolina, ist bereits heimlich und gar nicht standesgemäß mit dem Diener Paolino verheiratet. Das Paar hat bislang noch nicht den Mut gefunden, die Familie über ihre Beziehung zu informieren, und hofft auf die Fürsprache des Grafen. Als dieser ins Haus kommt, überschlagen sich die Ereignisse: Er findet keinen Gefallen an seiner Braut und verliebt sich prompt in die jüngere Schwester. Außerdem ist da noch die Tante, Fidalma, die bei ihrem Bruder Geronimo als Dame des Hauses fungiert und heimlich ein Auge auf Paolino geworfen hat. Die Verwirrungen sind ebenso vorprogrammiert wie das anschließende Happy End.

Die Musik hat der berühmte Kritiker Eduard Hanslick treffend beschrieben: Wenn zwischen Mozarts Figaro und Cimarosas Matrimonio segreto eine heimliche Ehe bestünde, so wäre Rossinis Barbier von Sevilla der Sprössling aus dieser Verbindung. Das Stück ist ein Paradebeispiel für eine klassische Buffo-Oper mit wunderbaren Ensemble-Nummern und viel Italianità. Die musikalische Leitung hatte als Gast Robin Engelen.

Katharina Thoma und ihr Ausstattungsteam verlegten die Oper aus der Konvention des 18. Jahrhunderts ins Reich der Bienchen und Blümchen. Die Bühnen- und Kostümästhetik des Barocktheaters wurde fantasievoll neu interpretiert, wobei vor allem die projizierten Zeichnungen und Animationsfilme von Katrin Nicklas für zauberhafte Überraschungen sorgten.

Die zweiaktige Oper wurde in italienischer Sprache einstudiert.

Aufgrund der aktuellen Verschärfung der Coronalage und der Regelungen des Präsenzbetriebs in der Hochschule für Musik war es entgegen der ursprünglichen Planung nicht mehr möglich, die Filmaufnahmen für das geplante Streaming unseres Opernprojekts durchzuführen. Dies ist höchst bedauerlich, zumal nicht klar ist, ob und wann das Ensemble wieder zusammentreten darf und wie mit einer Veröffentlichung dieses Projekts umgegangen werden kann. Sobald es hierzu Neuigkeiten gibt, werden wir Sie an dieser Stelle informieren. Wir hoffen auf bessere Zeiten und darauf, unser treues Publikum bald wieder erreichen zu können!